Reich an Leben
Forumtheaterprojekt mit armutserfahrenen älteren Menschen



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„Armut im Alter versteckt sich hinter Mauern von Institutionen, Mauern von Häusern, zu denen kaum jemand Zutritt hat. Armut im Alter ist ebenso wenig sichtbar wie alte Menschen generell. Wenn sie ausgegrenzt sind, wenn sie in Heimen untergebracht sind, wenn sie aufhören, sich mitten unter uns herumzutreiben. Weil ihnen etwas ganz bestimmtes fehlt – genug Geld, um dabei zu sein“. (Martin Schenk, Armutskonferenz)




download:

Einladung Landtag Steiermark / Jan.16 (.pdf / 350kb)

Anliegen und Vorschläge / Stand Jan.16 (.pdf / 4,1mb)

Bericht / Stand Nov.13 (.pdf / 4,2mb)






Idee und Hintergrund

Gemeinsam mit älteren Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen von (Alters)Armut und Isolation betroffen sind, werden Bildertheater- und Forumtheaterszenen entwickelt, Lösungsvorschläge erprobt, diskutiert und formuliert und mit den zuständigen politischen und behördlichen Stellen kommuniziert und umgesetzt. 
Hintergrund für das Projekt sind prekäre Lebenslagen und Isolation, die mit Altersarmut einhergehen; Altersarmut ist Faktum, aber auch ein mit Scham besetztes Tabu.

Laut Statistik Austria (2011) gehören 26% der alleinlebende Frauen mit Pensionsbezug (Männer 13%)  zur besonders armutsgefährdeten Gruppe. Zudem steigen Armutsraten mit zunehmendem Alter und Veränderungen im Lebensarrangement, wobei es Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt.

So hat allein zu leben eine stärkere Auswirkung auf ältere Frauen als auf Männer (Smeeding und Sandström 2005, 1). Armutsraten älterer Frauen sind bei verwitweten, geschiedenen oder ledigen Personen am höchsten. Das überproportionale Armutsrisiko für Frauen ab 75 Jahren hat hierbei vor allem mit dem hohen Anteil der Witwen in dieser Altersgruppe zu tun. In Österreich sind 111.000 (7 Prozent) PensionistInnen von akuter Armut betroffen, 230.000 Österreicher und Österreicherinnen im Ruhestand erhalten 726 Euro, die so genannte Ausgleichszulage (vgl. www.armutskonferenz.at).

Von Armut betroffene ältere Menschen haben einerseits eine geringere Lebenserwartung und weniger von Behinderung freie Jahre in Gesundheit zu erwarten als wohlhabende PensionistInnen. Auch hier zeigt sich ein enger Zusammenhang zwischen dem individuellen Gesundheitszustand und der Armutssituation der Betroffenen: Männer und Frauen, die unmittelbar von Armut betroffen sind, sind aufgrund von lang anhaltenden gesundheitlichen Einschränkungen (in der Regel zwischen 2,2 und 2,8 Jahre lang) auf fremde Hilfe angewiesen, wohingegen ÖsterreicherInnen ohne finanzielle Belastungen nur zwischen 0,8 und 1,3 Jahre pflegebedürftig sind. Und obwohl die PensionistInnen mit dem untersten Einkommen am meisten krank sind, nehmen sie am geringsten Gesundheitsdienste in Anspruch. Die Inanspruchnahme von Ambulanz, Vertragsärzten, Heilbehelfen, Zahnbehandlung ist bei den „Ärmeren“ im Vergleich zu höheren Einkommen am geringsten. Ärmere sind zudem weniger selbstbewusst um Unterstützung zu bitten, obwohl sie am stärksten von Krankheit betroffenen sind.








Mi, 11. September 2013, 19:00 Uhr
Bezirkshauptmannschaft Hartberg-Fürstenfeld
Außenstelle Fürstenfeld, Kultur- und Mehrzwecksaal
Realschulstraße 1, 8280 Fürstenfeld

Di, 26. November 2013, 19:00 Uhr
Veranstaltungssaal der BH Hartberg-Fürstenfeld
Rochusplatz 2, 8230 Hartberg
Aufführung des Forumtheaterstückes mit anschließender Diskussion


Do, 16. Oktober 2014, 19:00 Uhr
Kulturzentrum Leibnitz
Hugo-Wolf-Saal, Kaspar-Harb-Gasse 4, 8430 Leibnitz

Aufführung des Forumtheaterstückes mit anschließender Diskussion

Do, 13. November 2014, 19:00 Uhr
Spiel!Raum Kapfenberg
Kleinkunstsaal, F.-Böhler-Straße 9
8605 Kapfenberg

Aufführung des Forumtheaterstückes mit anschließender Diskussion

Di, 30. September 2015, 13:30 Uhr
Rathaus, Trauungssaal
Hauptplatz 1, 8010 Graz

Aufführung des Forumtheaterstückes im Rahmen des „Tages der Offenen Tür“ im Sozialamt der Stadt Graz


Do, 22. Oktober 2015, 19:00 Uhr
Mürzzuschlag

Kleiner Stadtsaal,
Stadtplatz 5, 8680 Mürzzuschlag

Do, 21. Jänner 2016, 14:00 – 17:00 Uhr
Aufführung des Forumtheaterstückes mit anschließender Diskussion im Steirischen Landtag
Landhaus
Herrengasse 16, 8010  Graz